21.5.2026

ambient summer 2026

Ambient Music auf dem Wallfahrtsplatz an den vier Freitagen im Juni jeweils um 18 Uhr.

An vier Freitagabenden im Juni wird der Wallfahrtsplatz wieder zur klangvollen Oase. Was im letzten Jahr begann, hat inzwischen Wurzeln geschlagen: Der ambient summer geht in die zweite Runde – mit feinsinniger elektronischer Musik, die zum Innehalten, Träumen und Loslassen einlädt.

Maria Eich – Natur – Klang: Diesem Dreiklang spüren wir an den Abenden nach. Der Wallfahrtsplatz ist nicht nur ein spiritueller Ort, sondern auch ein grünes Kleinod mitten im Münchner Alltag – ein Rückzugsraum unter alten Bäumen, in dem das Rauschen der Blätter und der Vogelgesang schon für sich eine eigene Musik bilden. In diese natürliche Klanglandschaft fügen sich die Sets der Künstler:innen ein. Es ist elektronische Musik – nicht für die Tanzfläche, sondern für genau diesen Ort. Mal flächig und meditativ, mal mit Beats – aber immer in Resonanz mit Maria Eich.

Drei Künstler:innen vom letzten Jahr sind wieder dabei, neu hinzu kommt Nik Jira aus Würzburg. Jeder Abend bietet ein einstündiges Set – ohne große Bühne, ohne große Show, dafür mit viel Gespür für Atmosphäre, Raum und Resonanz.

Solange das Wetter es einigermaßen zulässt, finden die Konzerte unter freiem Himmel auf dem Wallfahrtsplatz statt. Nur bei wirklich schlechtem Wetter ziehen wir mit der Musik in die Kirche um.

Der Eintritt ist frei. Wer die Reihe unterstützen möchte, kann das gerne mit einer kleinen Spende tun. Einen Getränkeverkauf gibt es nicht – Snacks und Getränke dürfen aber gerne selbst mitgebracht werden.

Nik Jira

Freitag, 5. Juni – Nik Jira (Würzburg)

Mit seinem Solo Programm "Meditations" schafft Nikolaus Jira Hörgewohnheiten aufzubrechen und Platz für neue Klänge und Atmosphären zu schaffen. Von zarter Hand geführt, begibt man sich in eine scheinbar unberührte Klangwelt aus Piano und Synthesizer-Klängen. Eine Parallelwelt, die einen in ihrer Klarheit und Weitsicht fast erschreckt.

Was groß und wichtig erscheint, ist plötzlich verschwunden. Die Sicht ist weitläufig und grenzenlos. Da ist nichts mehr von Belang, nur noch diese Musik, wie eine federleichte Entführung. Es braucht in jener Welt, die noch nie betreten wurde, keinen festen Boden unter den Füßen. Man ist einfach da, ohne Bezug zu allem Gewöhnlichen und wie von allem Ballast befreit. Alle Wege sind neu, wie auf einer verschneiten Ebene. Träume einzufangen scheint jetzt möglich zu sein und auch das Fliegen ohne Flügel.

Sonus Urbis – Stephan Ratajczak

Freitag, 12. Juni – Sonus Urbis (Erfurt)

Am zweiten Freitagabend lädt Sonus Urbis aus Erfurt zu einer klanglichen Reise ein. Stephan Ratajczak, der kreative Kopf hinter dem Projekt, erschafft für eine Stunde eine vielschichtige Soundlandschaft aus sphärischen Flächen und behutsam gesetzten Beats.

Moderne elektronische Einflüsse verschmelzen mit organischen Elementen zu einer Atmosphäre, die einlädt, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen.

Zwischen Vogelstimmen aus dem Thüringer Wald, dem Flussrauschen der Gera und fernen Klängen aus dem Hamburger Hafen entsteht eine Stunde zum Lauschen, Abschalten und Wegträumen – unter freiem Himmel, auf dem Wallfahrtsplatz.

Br. Carsten

Freitag, 19. Juni – Br. Carsten OSA (Maria Eich)

Den dritten Abend gestaltet musikalisch Br. Carsten, Augustiner in Maria Eich. Seit einigen Jahren widmet er sich intensiv der elektronischen Musik – nicht nur als künstlerisches Ausdrucksmittel, sondern auch als kontemplative Praxis.

Sein einstündiges Set bewegt sich zwischen dunklen, nachdenklichen Klangfarben und leichter, sphärischer Weite. Im Zentrum stehen stehen klanggewordene Motive: Einsamkeit und Überschwang, Stille und Bewegung – oft begleitet von einem Hauch Melancholie. Carstens Klangsprache ist introspektiv, vielschichtig und offen für individuelle Resonanz.

Freitag, 26. Juni – Children of Our Stars (München)

"Children of Our Stars" ist das Ambient-Projekt des Komponisten und Musikers Robin Becker. Mit dabei: die Sängerin Kathi Becker, die mit ihrer Stimme die Kompositionen von Robin nicht nur unterstützt, sondern noch einmal auf eine weitere Ebene hebt. Robin verbindet in seinem Set Klanglandschaften und zarte Solo Pianopassagen mit Beats und Synthesizerklängen und formt so Soundcollagen, die sich immer weiterentwickeln und ständig im Wandel sind. Die teilweise minimalistische Musik unterliegt so einer andauernden Metamorphose. Seit Anfang an spielt die Improvisation in seinem Schaffen eine sehr große Rolle, die er an seinem Hauptinstrument, dem Klavier, stets weiterentwickelt und in seine Solo Performances einbaut.

Neben dem Piano gesellen sich noch eine kleine Auswahl an Synthesizern hinzu, die zusammen mit Beats und Percussion eine Symbiose aus elektronischen und organischen Klängen ergeben.

Somit entstehen Klänge und Melodien, die aus dem Moment entstehen und nur für eben diesen Abend existieren.

Robin Becker
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