Maria-Eich

Vom Busausflug ins „Blaue Land“

Am Dienstag, dem 5. September 2017, machten sich 49 Freundinnen und Freunde unseres Wallfahrtsortes mit dem Bus auf den Weg ins „Blaue Land“, einer idyllischen Region rund um den Staffelsee ca. 60 km südlich von München. Anlass war der von der Wallfahrtskuratie Maria Eich veranstaltete jährlich stattfindende herbstliche Busausflug. Bekam der Bus während der Fahrt noch einige Regentropfen zu spüren, besserte sich das Wetter stetig und so konnte das „Blaue Land“ schließlich beim erhofften Sonnenschein entdeckt werden.

Erster Anlaufpunkt war das beschauliche Städtchen Murnau. Dort wurde zunächst die Pfarrkirche St. Nikolaus besichtigt. Kurz nach Abschluss der umfassenden Restaurationsarbeiten und genau einen Tag vor der Feier der 300-jährigen Grundsteinlegung konnten wir uns so von der Atmosphäre des Kirchenraumes beeindrucken lassen.

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Erleichtert wurde uns der Zugang zu Bau und Ausstattung der Kirche durch den Architekten Clemens Pollok, der die Renovierungsarbeiten leitete. Er vermittelte uns zentrale Eckdaten und legte hierbei seinen Schwerpunkt auf die einzigartige bauliche Besonderheit, in der die quadratische Grundform des Kirchenraumes scheinbar übergangslos in eine eindrucksvolle Kuppel mündet. Pollak verlor sich aber nicht in die Aufreihung historischer Daten und künstlerischer Details, sondern wollte die Anwesenden eher grundsätzlich dafür begeistern, sich auf Raum und Kunst einzulassen und mitreißen zu lassen. Er sprach hier von der Notwendigkeit der Überwindung vorschneller Einordnungen, vom Sicherinnern und von der Tiefe des Betrachtens. Die zentrale Aussage eines Kirchenraumes sei, was der Raum ganz persönlich und individuell mit einem macht. Im Anschluss an die beeindruckenden Worte des Architekten feierten wir in der Kirche gemeinsam die Eucharistie. Pater Matthäus rückte das Thema „Unterwegssein“ ins Zentrum des Gottesdienstes. In Anlehnung an einen Ausschnitt aus einer Predigt unseres Ordensvaters Augustinus und der Aussage Jesu „Ich bin der Weg …“ (Joh 14,6) sprach P. Matthäus davon, wie bedeutsam es für das Menschsein und besonders für das Leben als Christ ist, sich immer wieder auf den Weg zu machen und nicht im Stillstand zu verweilen.

In diesem Sinne ging es anschließend ins Ortszentrum zum gemeinsamen Mittagessen in den Gasthof Griesbräu. Bei oberbayerischen Schmankerln ergab sich so die Gelegenheit, die Eindrücke der Kirchenbesichtigung zu teilen. Gelegenheit zur Erkundung der Stadt mit ihrer denkmalgeschützten Fußgängerzone oder zum Besuch des Murnauer Schlossmuseum bestand im Anschluss an das Mittagessen, bevor uns am Nachmittag der Bus zum Ufer des Staffelsees brachte.

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Von dort aus wechselten wir auf das Schiff und ließen uns so vom herrlichen Umland beeindrucken. Das Schiff brachte uns nach Uffing, wo wir uns im Seerestaurant Alpenblick mit Kaffee und Kuchen oder bereits mit einer Brotzeit stärken konnten. Im Anschluss blieb noch Zeit auf der Terrasse den Blick über den See auf das Voralpenland genießen zu können. Gegen 18 Uhr hieß es dann wieder in Richtung Heimat aufzubrechen, nicht ohne uns mit einem Lied daran zu erinnern, dass Gott selbst „Anker und Land“ und „schützende Hand“ und „mit uns auf allen Reisen“ ist. Wohlbehalten erreichten wir am Abend dann wieder unseren Wallfahrtsort und verabschiedeten uns nach einem wundervollen und eindrucksvollen Tag im „Blauen Land“.

Br. Michael OSA

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